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VirtuelleCommunities
The term virtual community was introduced by Licklider and Taylor (1968): “In most fields they will consist of geographically separated members, sometimes grouped in small clusters and sometimes working individually. They will be communities not of common location but of common interest.� Today, numerous variations and extensions of the original definition can be found in the related literature. Schoberth and Schrott (2001) have identified a minimum consensus among the various definitions according to which common interest, common norms and values, as well as a common interaction platform are the elements that constitute a virtual community. Emotional links, continuity, alternating relationships, and self-determination represent additional qualifying elements. Der Begriff „Gesellschaft“ bedeutet das menschliche Zusammenleben räumlich und zeitlich geschlossener Gruppen. Gemeinschaften charakterisieren sich vor allem durch ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl. In der modernen Soziologie bezeichnet eine Gesellschaft auch die Einheit aller Gruppenbildungen und kann damit als Makroform von Gemeinschaften angesehen werden. Unter „Gemeinschaft“ sollen daher im Folgenden kommunikative Zusammenschlüsse von Individuen verstanden werden, die wesentliche persönliche Merkmale aufweisen. Die Gemeinschaft wurde traditionell als physische Nebeneinanderstehung von Menschen verstanden und stellte face-to-face-Kommunikation dar. Das Fehlen von diesem physischen Nebeneinanders ist eine Besonderheit möglicher virtuellen Gemeinschaften. Dieses Kriterium unterscheidet virtuelle und reale Gemeinschaft von einander. Auf den ersten Blick erscheinen „virtuell“ und „Gemeinschaft“ daher als Gegensatzpaar. Kommunikation kann man, jedoch, raumzeitlich unabhängig auch über digitalen Medien realisieren, was den Rückkanal bei der Kommunikation ermöglicht. Quelle: Bühl, A. (1997): Die Virtuelle Gesellschaft: Ökonomie, Politik und Kultur im Zeichen des Cyberspace, Opladen. Eine Virtuelle Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen Interessen, die untereinander mit gewisser Regelmäßigkeit und Verbindlichkeit auf computervermitteltem Wege Informationen austauschen damit Wissen gemeinsam aufbauen und Kontakte knüpfen. Allgemeingesprochen, ist eine Virtuelle Gemeinschaft ein soziales Aggregat von relativer Beständigkeit und mit klaren Grenzen, die durch Konzentration von Individuen mit gleichen Zielen, Themen, Interessen und Aktivitäten entsteht. Die Mitglieder der Gemeinschaft treffen sich regelmäßig in einem virtuellen Raum zum Informationsaustausch, zur kollektiven Meinungsbildung und zur sozialen Bindung unter Beachtung von Regeln, Protokollen und Gesetzen. Der virtuelle Raum besteht aus einem verteilten Computernetzwerk mit einer eindeutigen Adresse. Die Zusammenführung der Teilnehmer dieses Prozesses findet unabhängig von Zeit und geografischem Ort statt. Die Mitglieder der Gemeinschaft werden mittels einer Authentifizierung individualisiert. Dieses Merkmal dient als Abgrenzungsmöglichkeit zu anderen Formen von virtuellen Räumen. Ein kollektives Gedächtnis bzw. –Intelligenz ist das Ergebnis des Kooperationsprozesses. Virtuelle Gemeinschaften, oder Communities, sind ein wesentliches Instrument des E-CustomerRelationshipManagement (eCRM). Die weit gefasste Definition virtueller Gemeinschaften legt Typologisierungen nahe. Virtuelle Gemeinschaften lassen sich beispielsweise danach unterscheiden, in welche Internet-Dienst? sie sich etablieren, mit welchen Themen und Aufgaben sie sich beschäftigen oder welchen Stellenwert sie im Leben ihrer Mitglieder einnehmen. In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Ansätzen, virtuelle Communities ihrem Typ nach zu unterscheiden. Nach Mitgliederverhalten, nach Community-Zweck?oder nach den Motiven der Mitglieder, an der virtuellen Community teilzunehmen.Die folgende Typisierung versucht einen Rahmen für eine möglichst eideutige Einteilung ohne großen Überschneidungen anzubieten. Auf oberster Gliederungsebene wird zwischen den Community-typen: Soziale?, Professionelle?und Kommerzielle? Orientierung unterschieden. Die Typen werden weiter detaillieren und spezifizieren. Soziale Orientierung: Sie beinhaltet Virtuelle Gemeinschaften, die den ursprünglichen Gemeinschaftstyp darstellen, nach dessen Merkmalen die allgemeine Definition der Virtuellen Gemeinschaft entwickelt wurde und aus dem sich alle weiteren Typen herleiten lassen. Dieser Typus kann weiter auf „Beziehungsaufbau“ (Hobby/gemeinsames Interesse, geografische Nähe, etc.) und „Unterhaltung“ (Spiel, Kommunikation etc.) untergliedert werden. Professionelle Orientierung: Hier finden sich die Virtuellen Gemeinschaften, die sich an Berufstätige richten und sich auf ein Thema aus dem professionellen Umfeld konzentrieren. Sie verfolgen das Ziel, über die Grenzen der eigenen Organisation hinaus mit Personen Kontakt aufzunehmen oder mit denen Informationen auszutauschen, die für die Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben ähnliche Informationen benötigen. Dieser Typus Virtueller Gemeinschaften lässt sich weiter in zwei Kategorien „Lernnetzwerk“ (Forschung; Universität, etc.) und „Expertennetzwerk“ (Informationen/Wissen, Praxis, etc.) unterteilen. Lernnetzwerke dienen zum Erwerb von Wissen in einem neuen Bereich und Expertennetzwerke zur Ergänzung und Weiterentwicklung von bereits vorhandenem Wissen. Virtuelle Gemeischaften können in zwei Gruppen eingeteilt werden: sozial-orientierte und kommerziell-orientierte. Sozial-orientierte Gemeinschaften besitzen alle Merkmale, die zu den Allgemeincharakteristiken gehören. Ihrer Organisatoren und Mitglieder haben kein kommerzielles Interesse, sondern ein allgemeines gemeinsames Interesse an einem Thema. Kommerziel-orientierte Virtuelle Gemeinschaft ist ein Kunden- bzw. Unternehmensaggregat, deren Mitglieder eine kommerzielle und profit-orientierte Zielsetzung haben und sich durch ähnliche Kundenmeinungen, -interessen und –themen auszeichnen. Sie versammeln sich an einem öffentlichen Ort, wo eine neue Form kollektiver Kundendiskussion und -intelligenz entsteht. Kommerzielle Orientierung: An dieser Stelle stehen Virtuelle Gemeinschaften, die sich nicht aus sozialen Motiven heraus entwickelt haben, sondern vielmehr, um Gewinn und Profit zu erzielen. Die Definition einer kommerziell-orientierten Virtuellen Gemeinschaft wurde unter Punkt 2.2 entwickelt. Kommerziell-orientierten Virtuellen Gemeinschaften werden weiter unterteilt in die Kategorien „B-B“ (Handel; geografische Nähe etc.) und „B-C“ (Marken-/Produktunterstützung; Auktion (C-C) etc.). In der Kategorie B-B handelt es sich um die Unterstützung von Supply Chains oder die Kooperation von Unternehmen in einem gemeinsamen geografischen Raum, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln und geeignete Geschäftspartner zu finden. In dem Fall ist es relativ schwierig, die kommerziell-orientierte Virtuelle Gemeinschaft von elektronischen Marktplätzen deutlich zu trennen. Es ist aber wichtig, eine Trennlinie zwischen den beiden Systemen ziehen zu können. Wenn die Durchführung von Transaktionen im Vordergrund steht, so handelt es sich um „Marktplatz“, wenn aber ein Kooperationsgedanke über verschiedene Geschäftsbereiche vorliegt, dann ist es eine Virtuelle Gemeinschaft. Die Kategorie B-C ist zur Unterstützung eines Produkts oder einer Marke entwickelt worden und wird zur Kundenbindung und Kundengewinnung eingesetzt. Es ist eine wichtige Option in der Digital Economy, da es um die Rentabilität und den Nutzen der eingesetzten Instrumente geht und zur Reduktion der Marketingkosten führen kann . Die Merkmale Virtueller Gemeinschaften werden sowohl durch die Einstellung ihrer Mitglieder als auch durch ihre Funktionsweise deutlich. Am Beispiel der ersten Virtuellen Gemeinschaft „The Well“ (Whole Earth Lectronic Link), kann man den Unterschied zwischen „Communities of Requirement“ und „Communities of Choice“ erklären. The Well weist die Merkmale einer „Community of Choice“ auf: freiwillige Angehörigkeit der Mitglieder, die jederzeit ohne Schwierigkeiten die Community verlassen können. Im Gegensatz gibt es „Community of Requirement“. Die Zugehörigkeit ihrer Mitglieder ist ein Ergebnis von Tradition und Kultur und entspricht selten dem freien Willen eines Mitglieds. Was ist eine virtuelle Arbeitsgruppe? Döring, N. (2001): Virtuelle Gemeinschaften als Lerngemeinschaften!? Zwischen Utopie und Dystopie. Zeitschrift für Erwachsenenbildung des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) Quelle: Döring, N.: Identitäten, Beziehungen und Gemeinschaften im Internet, in: Batinic, B. (Hrsg.): Internet für Psychologen, Hogrefe, Göttingen 1997 Quelle: Ursula Markus (2002): Integration der virtuellen Community in das CRM, Köln. Schoder, D., Schmitt, C., Fischbach, K.: Core Concepts in Peer to Peer Networking. Idea Group Inc. (2005).
Erstellt von: laase |
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